Altmeister 4, Kompromisslos Kwakkenbos auch 4
Der Spielberichtsroman (von Paul)

Wenn die TU-Liga Tabelle stimmt, dann haben die Kwakkenbosse in der letzten Saison kein einziges Mal unentschieden gespielt. Zum Saisonauftakt gab es nun gleich das erste Remis gegen den Absteiger „Altmeister“ formerly known as Meister 2005 (Warum die sich wohl nicht in „Absteiger 2005“ umbenannt haben?).

Trotz des „just in time“-Eintreffens einiger Spieler, dem unerwarteten Nicht-Erscheinen des einjährig ausgeliehenen Stürmerstars Steve und des Ausfalls von unter anderem Sebastian (Fuss kaputt) und Rik (mitgenommen nach der schweren Trennung von seinem Weisheitszahn) war die Stimmung gut. Endlich ging es wieder los! Und die ins ferne Spandau mitgereisten Fans (Rik und Lotta) sollten ein furioses Torfestival erleben.

Das Spiel begann Abwechslungsreich. Gerade als sich die Altmeister ein leichtes Übergewicht erarbeitet hatten, kam Paul an die Freistoss-Hereingabe von Nigel, konnte mit dem Rücken zum Tor allerdings per Kopf nicht den Torhüter Meister Ede überwinden.

Besser machte es da auf der Gegenseite Meister Petz, der sich über die kompromisslose rechte Seite an mehreren Gegenspielern (mindestens Micha und Paul) vorbeidribbelte und an Marc vorbei auf Meister Propper querlegte, welcher sicher verwandeln konnte.0:1

Roch es nach dieser Einzelaktion danach, dass die besseren Einzelspieler die Partie zugunsten der Altmeister entscheiden würden, so roch es nur kurz. Denn wenige Minuten später holte das kompromisslose Sturmduo Heiko und Emilio zum Gegenschlag aus. Nachdem Uli, der auf der ungewohnten linken Mittelfeldseite ohne Torwarthandschuhe auskommen musste, Heiko angespielt hatte, legte dieser direkt (Legendenbildung!) auf den in der Mitte vorm Strafraum wartenden Emilio ab. Eine Kombination, die eigentlich gar nicht klappen kann vollendend, spielte Emilio den Ball seinerseits direkt und aus zwanzig Metern Entfernung im kühl berechnet (oder etwa nicht?) hohen Bogen über Meister Ede ins Tor.1:1

Der Kampf war damit eröffnet und das Spiel „gewann“ an Härte. Die Viererkette aus Neuzugang Tobi, Lasse, Nigel und Micha musste im ersten Pflichtspiel Lehrgeld zahlen, als ein Reaktionsmeister einen Freistoss im Mittelfeld schnell ausführte, den Mittelstürmer über alle Kwakkenbosse hinweg bediente (war es etwa wieder Meister Propper) und dieser zum 1:2 einschob.

Man kann nun nicht behaupten, dass Kwakkenbos sich aufgab. Weiter gab es Angriffe (z.B. Schuss von Heiko) und Spielanteile. Allerdings entstand ein kleines Konditionsloch. Ulis Laufwege wurden auf links ebenso kürzer wie die des Sturmes. Und auch Thorsten und Paul im zentralen, sowie Semih im rechten Mittelfeld beschränkten sich zunächst vor allem auf defensive Aufgaben. Als der laufstarke Tobi auf der linken Abwehrseite einem Angreifer den Ball abnahm und anschließend Tunnelmeister vernaschte, packte ihn der Übermut und anstatt deutlich zu klären, versuchte er einen Kurzpass. Dieser wurde leider so gelungen kurz, dass Meister Lampe ihn abfing und mit einem satten Pikeschuss in den langen Winkel den Chancenlosen Marc zum 1:3 überwand.

Doch wer glaubte, die Partie sei nach nunmehr 35 Minuten gelaufen, der kannte die Kwakkenbosse und ihren Namen schlecht. Kompromisslos wurde zur Offensive übergegangen, und siehe da, nicht nur Bauern auch Meister konnten niederknien. Uli und Semih kämpften sich ein ums andere Mal über die außen nach vorne. Emilio (?) schaffte es den Ball in den Fünfer zu passen. Leider an allen vorbei. An allen? Nein! Ein kleiner Türke (tschuldigung semih, aber der Asterix-Text geht nun mal so) leistete, von Römermeistern in der Ecke des Strafraumes umzingelt,  Widerstand und brachte den Ball aus spitzem Winkel auf den Torwart (Meister Ede), der den Ball nicht kontrollieren konnte (Pumuckl-Style) was der reaktionsschnelle Thorsten auf der Linie nutzen konnte. Nur noch 2:3, trotz Meisterlicher Proteste wegen Stocherns (unser Kommentar: Selber!).

So ging es in die Halbzeit. Der Anschlusstreffer hatte neuen Mut gegeben. Kwakkenboss ging konzentriert in die zweite Hälfte. Micha und Tobi waren noch konzentrierter als in Hälfte eins. So wurden Fehlpässe des Gegners provoziert. Einer davon landete kurz nach Wiederanpfiff bei Nigel. Dieser brachte den Ball aus der eigenen Hälfte in den gegnerischen Strafraum. Semih und Martin eilten hinein. Ohne Chance den Ball zu erreichen, konnten sie Torwart Meister Ede allerdings so erschrecken, dass dieser den insofern doch perfekt getimten Ball unterlief. 3:3

Nun waren die Altmeister gefragt. Das Spiel stand auf der Kippe. Im Mittelfeld wurde einander nichts geschenkt. Es kam zu klitzekleinen Nickeligkeiten, die auch ein klitzeklitzekleines bisschen unschön wurden und an denen Paul (Vorbild Th. Frings) vielleicht ein gaaaaanz klitzeklitzeklitzekleines Bisschen beteiligt war. Trotz eines sehr zurückhaltenden Schiedsrichters konnte aber alles versöhnlich geklärt werden.

Weniger versöhnlich dann die erneute Führung für die Altmeister nach einem hohen Pass, der den bis dato Löwenartig kämpfenden Lasse in dem unangenehmen Bereich erwischte, der sich in seinem Kopf ungefähr so angehört haben muss: „Nehm ich jetzt den Fuss oder lasse ich den Ball nochmal....“ (vielleicht kann Lasse selbst das genauer protokollieren. Mit einem schönen Lupfer konnte Meister Wang Marc überwinden. 3:4 Zu Lasses Entlastung müssen hier einige überflüssig schnelle Ballverluste im Mittelfeld angeprangert werden.

Insgesamt war Kwakkenbos aber immer mit von der Partie. Mit teilweise sehr schön flachem Passspiel wurde häufig die Seite gewechselt. Hinten wurden die Gegenspieler gut übergeben, gefährliche Hereingaben der Meister gab es eigentlich nur noch durch Standards. Bis auf einmal, als sich fast dass letzte Tor wiederholt hätte. Und vorne kam es zu zahlreichen Strafraumszenen. Nach Freistoss Thorsten auf dem langen Pfosten konnte Paul zum Beispiel Richtung Winkel köpfen. Doch Meister Ede rettete mit einer Glanztat. Als man nun von draußen sah, dass die Kraft der Elf Kwakkenbosse auf dem Platz nicht mehr für 20 Minuten reichen würde, biss Rik auf die noch vorhandenen Zähne und machte sich zum einzigen Einwechselspieler (Der zwölfte Mann im wahrsten Sinne). Über die linke Seite trieben er und Emilio, dessen Nationaltrainer ihm heimliches Konditionstraining verordnet hatte, das Spiel nochmals nach vorne. Nach einer Ecke von links konnten die Meister nicht klären… Und der bewies wieder einmal, dass der Satz „Der Ball kam im Strafraumgewusel zu Thorsten“ grob übersetzt etwa „Tor!“ bedeutet. 4:4 durch Thorstens platzierten Nachschuss.

Beide Mannschaften waren nun sichtlich mitgenommen. Die Meister versuchten während der Schlussviertelstunde noch zur erneuten Führung zu kommen. Doch eine sehr souveräne Verteidigung (Lasse!, Tobi , Micha und so) ließ nichts mehr zu. Wohl auch Dank der Unterstützung des gesamten Mittelfeldes inkl. Thorsten (dritte Luft). Der gerade unter „und so“ herabgewürdigte Nigel trieb sogar noch zu einigen Angriffen (Lucio Style). Alle Schüsse und Kopfbälle verfehlten ihr Ziel. Und so blieb es beim 4:4.

Die Aufstellung
Tor: Marc
Abwehr: Micha, Lasse, Tobi, Nigel
Mittelfeld: Thorsten, Paul, Uli, Semih, Rik (2. Halbzeit)
Sturm: Emilio, Heiko
Fans: Lotta, Rik (1. Halbzeit plus Filmaufnahmen)

Fazit: Super gekämpft (motiviert bis in die Sturmspitzen) und manchmal sehr gut kombiniert. Hinten immer besser geworden und viel gelernt. Erster Punkt. Auch bei knappem Spiel netter Gegner. Viel Spass. Alles gut ;-)

Spieler des Tages: Martin
Tore: Martin, Thorsten (2), Nigel
Scorer: Heiko, Semih (1-2), Rik

Hallo,
Wollte nur noch nachtragen, dass Marc dass 4:4 mit einer Rettungstat erhielt, als er knapp vor dem herannahenden Meister Wang an den Ball kam, und klärte.
Paul