| Dr.
Jekyll and Mr. Kwakkenbos im Stadion Wilmersdorf
Kompromisslos
Kwakkenbos - Avys FC 1:6 (1:0)
von Jochen
Aufstellung
Tor: Uli
Abwehr: Rik, Lasse, Jochen, Micha, Tobi
Mittelfeld: Jens, Paul, Nigel, Thorsten, Sebi, Jarek
Sturm: Tim, Heiko, Martin
Spieler des Tages: Jens, Thorsten, Rik
Torfolge: 20.Minute 1:0 Thorsten, 55.Min. 1:1 Spring Hin, 60.Min. 1:2 Cor Ner, 63.Min. 1:3 Al Lein,
75.Min.1:4 Ab Staub, 85.Min. 1:5 Voam Tor, 90.Min.1:6 Hi Nein
Kwakkenbos versteht es doch immer wieder die kuriosesten Drehbücher zu schreiben. Der aus Asien angereiste Tabellendritte hatte sich zuvor in sechs Spielen erst ein Mal bezwingen lassen und schickt sich an, als Aufsteiger den direkten Durchmarsch zu bewerkstelligen. Kwakkenbos war also gewarnt und ging mit einigem Respekt in diese Partie. Wo doch körperlich nichts zu befürchten war. Die deutschen Panzer hatten mit ein oder sogar zwei Köpfen die vermeintliche Lufthoheit und auch in der Breite waren die Voraussetzungen für erfolgreichen Körpereinsatz nicht zu verachten. Doch da hatten sie die Rechnung ohne die wendigen japanischen (?) Okas gemacht. In der ersten Halbzeit ging der Schlachtplan noch genial auf. Die von Avys versiert vorgetragenen Angriffe wurden von eng aufgerückten Kwakkenbossen immer wieder vereitelt und in eigene Angriffe umgewandelt.
Als dann Torwart Uli einen Abseitsfreistoss direkt nach vorne auf Jens schlug und dieser einen Querpass vors Tor für Thorsten auflegte, wusste dieser den Ball aus ca. zwölf Metern im linken Eck unterzubringen. Ein schöner Angriff über nur drei Stationen. Auch in der Folge war Kwakkenbos überraschenderweise die feldbeherrschende Mannschaft. Ein Kopfball von Nigel, ein Schuss vom freistehenden Tim aus dem Getümmel und ein Pass von Tim auf den einschussbereiten Thorsten schlugen als Großchancen zu Buche. Allein, Ares hatte das Schlachtglück heute ungleich verteilt.
Die zweite Hälfte brachte dann den Einbruch der zuvor so gefestigten Kwakkenfront. Plötzlich zeigte sich das Team lauffaul und uninspiriert. Auch die Lüfte gaben sie nun ganz dem Gegner Preis. Bei einer unglücklichen Abwehraktion und einem Querschläger von Paul stieg Spring Hin höher als Jochen und köpfte mit dem Hinterkopf den Ausgleich über den herausgelaufenen Ulli hinweg. Nun funktionierte nichts mehr bei den
schwarz-weißen. Und eine scharf hereingebrachte Ecke bescherte zum allgemeinen Entsetzen den zweiten Kopfballtreffer durch das fernöstliche Ensemble.
Nur drei Minuten später besiegelte ein Konter schon fast das Spiel. Nun warf Kwakkenbos fast alles nach vorne und wurde, wie so oft, mit einem niederschmetternden Ergebnis bestraft. Lediglich ein Hand-Freistoß, eine der launigen Entscheidungen des Schiedsrichters, brachte noch mal Gefahr, landete aber am Metallquerbalken. In den meisten Situationen war es aber den Avysten nun ein Leichtes, den Ball nach vorne zu schlagen und mit ihren schnellen Läufern noch drei Treffer draufzusetzen. Schließlich der unwiderrufliche Schlusspfiff.
Es konnte einem ganz flau ums Herzen werden beim Anblick dieser Kwakkenbosse. Eine Halbzeit lang hatten sie einen guten Gegner hervorragend in Schach gehalten und das Spiel bestimmt und eine Halbzeit als Sparringspartner all die guten Ansätze der ersten 45 Minuten vergessen gemacht. Weshalb ist es diesem Team nicht möglich auch mal nach einem Rückstand geordnet weiter zu spielen und diese überhöhten Niederlagen, die am Ende über Wohl und Wehe des Abstiegs entscheiden könnten, zu vermeiden?
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