| Kompromisslos
Kwakkenbos - Catenaccio Contras 1:3
(0:1)
(von Rik)
Tore: 0:1 (15.), 0:2 (55.), 1:2 [75. Spuck/Querpass von der Grundlinie (!!!), Paul], 1:3 (85.)
David (2. HZ Marc) – Tobi, Robert, Micha – Rik, Rob, Paul, Felix
(Simon), Stefan – Sebi, Spuck
Spieler des Tages: Paul, Tobi und Spuck
GRUNEWALD – Was konnte man verbessern nach der desaströsen Vorstellung oder "Epochalen Schlacht" gegen die Hurricanes am vorigen
Wochenende? Die Antwort wussten alle Kwakkenbosse vor dem aussichtsreichen Spiel gegen einen der "ewigen Gegner" Catenaccio:
Alles.
Genauso viel vorgenommen hatten sich die immerwährend im Abstiegskampf befindlichen Contras. Die erneut in den zu dieser
Jahreszeit nur unter Protest tragenden langärmligen schwarzen Polarwesten mit Rollkragen und
Fleece- Innenfutter tragenden Bosse hingegen machten wie schon in den vergangenen Spielen den Fehler sich
zu sehr auf den aktuellen Tabellenplatz zu konzentrieren, als auf die wirklich harte Aufgabe zu versuchen sich auf diesem Level zu halten.
Als der Schiedsrichter des FC Hashove sich nach langem Überlegen dafür entschied das Spiel doch anzupfeifen (und sich heimlich schon
freute in der Halbzeit die verloren gegangenen Entspannungsphase nachzuholen) ging es los.
Kwakkenbos schickte sich an das Spiel zu machen und führte schnell die ein oder anderen Angriffe vor. Viel Erfolg brachte dies nicht und
so dauerte es nicht lange bis Catenaccio ihren beherzten Abstiegskampf in Form von stichhaften Flügelangriffen einleitete.
Nach einigen dieser Vorstöße hieß es dann erwartungsgemäß 0:1 für die
Contras, die die Führung fortan noch stärker ins Spiel kommen ließ. Zur Halbzeit hin war das Spiel geprägt von den Angriffen der Contras
und den planlosen, schnellen und praktisch undankbaren Pässen in die Spitze zu den
verlassenen Kwakkenbos-Stürmern Spuck und Sebi. In der
Zeit, in der das Mittelfeld ihren lang gespielten Pässen in die Ewigkeit nachhechelten, lief selbstverständlich schon der Konter der
Contras.
Ein 0:1 lässt sich drehen, das wussten die Schwarzbäuchigen aus Erfahrung. Vier Mal gelang dies in dieser Saison bereits. Die
Halbzeitansprache brachte allgemeine Übereinstimmung: Die gleichen Fehler wie immer gemacht, aber das lässt sich in der zweiten Hälfte
drehen. Gesagt getan: Kurz nach der Halbzeit fiel dann das 0:2 für Catenaccion – durch die gleichen Fehler wie immer.
Endlich hatten die Kompromisslosen ihr Ziel erreicht: Einen mehr als ein Tor zählenden Rückstand. Jetzt konnte endlich das Spiel beginnen
– würde ja auch Zeit, ca. 30 Minuten waren es ja noch, bis zur üblichen knappen Niederlage, mit der Kwakkenbos mittlerweile ein
Telefonbuch füllen könnte.
Gesagt getan.
Endlich war es zu spüren, dieses "Jetzt geht's los", was in jüngster Geschichte mindestens erst nach dem 0:2 einsetzt.
Plötzlich wurden Angriffe aus dem Lehrbuch vorgetragen. Ja, man möchte sogar von "One Touch Football" sprechen. Der gefühlte dritte
Vorstoß brachte Erlösung von dem sinnlosen Offensivgepoller. Einwurf nahe der Grundlinie der gegnerischen Hälfte, Paul sperrt sich in
Blockstürmer- Manier frei, drängt sich in den Strafraum, nimmt den Kopf hoch und erspäht den völlig
freistehenden Spuck in der Mitte, der nach einem korrekten Pass gekonnt einschiebt. Keine Chance für den
Torwart. Erschreckend einfach wie an einen sinnlosen Versicherungsvertrag zu kommen, doch für Kwakkenbos vergleichbar mit
der langen Reise ans Ende eines Ikea-Bauplans.
Was folgte war der bedingungslose Kampf um den Ausgleich, den sich die Mannschaft an diesem Tag wie immer für den Zeitpunkt der höchsten
Erschöpfung aufbewahrt hat. Trotzdem gab es noch die Großchance für den nach vorne beorderten Rik, der nach langem Pass von Paul alleine
vor dem Torwart nur den Pfosten und anschließend eben jenen letzten Mann anschoss. Die Entscheidung per Konter zum 1:3 mit dem erlösenden
Abpfiff, war mit eben diesem gar nicht mehr registriert worden. Zu trocken, zu heiß und zu unfähig fühlte sich alles an.
Aber man fühlt sich sicher: So weit oben in der unteren Tabellenhälfte war man noch
nie. Höchstwahrscheinlich wird das mit dieser Spielweise auch so bleiben.
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