Hauptstadt Kicker - Kompromisslos Kwakkenbos 5:2 (2:1)
(von Jochen)


Aufstellung
Tor: Marc
Abwehr: Micha, (ex-)LHMartin, Robert, Jochen
Mittelfeld: Paul, Sebi, Felix (1), Sven, Tim, Markus, Jarek, David 
Sturm: Tom (1), Heiko, Semih

Männer des Tages: Tim & Robert

Tore: 15.Min. 1:0 Kiko, 25.Min. 2:0 Kiko, 40.Min. 2:1 Tom (Elfmeter), 55.Min. 3:1 Kiko, 65.Min. 3:2 Felix, 
         75.Min. 4:2 Ernsreuder, 90.Min.+3 5:2 Stobbe 

Zuschauerzahl: 2 (Astrid & Florian)


Vor dem Anpfiff spielte zunächst der Viertligist ISC Berlin die Hauptrolle, der die Schickung seines Schiedsrichtergespanns vernachlässigt hatte, so dass Semih in der ersten Halbzeit als Mann in grau einsprang, was noch für Stimmung im Verlauf des Spiels sorgen sollte. Die Haupstadt Kicker formerly known as Bonner SC zeigten gleich mit ihrem kapitalen Sturm wo es hier zum Kanzleramt ging. Schon nach 15 Minuten setzte sich die starke Nummer 10 an der Aussenlinie durch und passte zum geschmeidigen Kiko, sonst auch in Diensten des Roten Südstern, am Elfmeterpunkt, der den Ball rechts unten gekonnt ins Ziel brachte. Auch das nächste Tor wurde schön herausgespielt, wobei die Abwehr wiederum leicht verwirrt wirkte als Kiko zum zweiten Mal einschob. Ein Freistoss von Tim auf der Gegenseite brachte nur kurzzeitige Entlastung und wurde vom Berliner Torwart aus dem Eck gefischt. Nach 40 Minuten hatte dann aber der souveräne Schiedsrichter ein einsehen und erkannte das ruchlose Festhalten an Tims Trikot im Strafraum. Mit dem Elfmeter setze Tom sicher den leicht unverdienten Anschlusstreffer unter heftigen Protesten aus den Gegenreihen.

Die zweite Hälfte konnte Kwakkenbos an das ruhigere Spiel kurz vor der Pause anknüpfen und es gelang über die Kurz- und Mittelstrecke der Ansatz zu gutem Passspiel, auch wenn der Ball dann beim fünften, sechsten Wechsel oft wieder verloren ging. Doch der Druck der Hauptstädter liess nicht nach und als wiederum Kiko Jochen in der Aussenverteidigung überspurtete fiel das 3:1. Aber Kwakkenbos liess sich von alledem nicht aus der Ruhe bringen und konnte nun den Ball einige Male vor das gegnerische Tor tragen. Als Tim die Kugel von der Grundlinie nach innen schob, der Ball über die Arme des Torwarts hoppelte, Heiko ihn geschickt unter den Beinen durchlaufen liess, ein Abwehrmann ebenfalls verpasste, konnte Felix aus Nahdistanz den Anschluss erdonnern. Kurzzeitig schienen die Kicker leicht benebelt und Tim nutzte die Verwirrung am linken Strafraumeck, lupfte den Ball über vier Gegnerbeine und verpasste den langen Pfosten nur um Zentimeter. Das Unentschieden war möglich, wenn es auch noch so ungerecht gewesen wäre. Aber der Tabellenvierte hatte sich bald wieder gefangen und mit einem Pass nach rechts und Flanke in die Mitte wurde der Zweitoreabstand wieder hergestellt. Als das Speil dann schon vorbei schien und kurzzeitig alles nach vorne geworfen wurde, brachte ein Heber über den sonst gut aufgelegten Keeper ins lange Eck den insgesamt gerechten Endstand. Kwakkenbos leistete tapfer Widerstand und bemühte sich um teilweise erfolgreiches Passspiel und konstruktiven Spielaufbau, aber gegen diesen Gegner wäre ein Punktgewinn so als ob eine beschaulicher Ort am Ufer des Rheins im 
Süden Nordrhein-Westfalens plötzlich zum Zentrum der TU-Liga erkoren würde.

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Nachtrag

Aufgrund einer vollkommen unbegründeten und höchst ungerechten Vernachlässigung des entscheidenden Akteurs des Tages erfolgt hier ein Nachtrag zum Spielbericht in honorem Sebastianum.

Denn Sebi hat nicht nur den Pass zum 2:3 geschlagen (und nicht Tim, wie von mir fälschlich, wenn nicht gar schändlich, behauptet), er hat auch auf die Anfrage Toms vor dem Anpfiff wer denn ob der Abwesenheit Riks die Elfmeter ausführe, eindeutig und unmissverständlich entschieden, dass diese Aufgabe Tom zufiele, der ja dann auch im Stile eines Rik den Ball versenkt hat. Weiterhin hat Sebi, ebenfalls vor dem Spiel, den grösstmöglichen Einsatz beim Warmmachen gezeigt, als er sich mit David den Ball zupasste und eine etwas zu hoch geratene Flanke von David mit dem Innenschenkel abtropfen lassen wollte als er schmerzhaft feststellte, dass der Ball doch noch ein Stück höher in der Luft lag. Fortan wurde er während des Spiels auf Schritt und Tritt von seinem vorbildlichen Verhalten beim Warmmachen verfolgt ohne sich auch nur ein winziges Mal zu beklagen. Nicht zuletzt trat er am Rande des Spiels in unauffällige aber doch unersetzbare Aktion als er gemeinsam mit Robert den über den Zaun geschossenen Ball aus einer festungsartig hochgerüsteten Kleingartenkolonie rekuperierte, wiederum ohne auch nur ein Sterbenswörtchen darüber zu verlieren. Auf diesen bescheidenen Helden des Alltags, die man viel zu selten würdigt, sollten wir beim nächsten Training den Becher erheben und ihm zuprosten: "Sebi, ohne Dich wäre Kwakkenbos nicht mehr das gleiche!"