Rakete Zehlendorf - Kompromisslos Kwakkenbos 1:0 (0:0)
Der Leinsamen-Spielbericht (von Paul)

 

Tor: Uli, Marc
Abwehr: Rik, Lasse, Matze, Tobi, Jochen
Mittelfeld: Jens, Nigel, Heiko, David, Thorsten
Sturm: Robert, Flörte, Stefan
Spieler des Tages: Matze, knapp vor Klasnic und Klose


Nach dem Erfolg gegen die Catenaccio Contras im letzten Spiel, stand am Samstag (gleichzeitig letzter Bundesligaspieltag) ein weiteres Abstiegsduell auf dem Spielplan. Ein Sieg über Rakete Zehlendorf unter der auch vormittags bereits sengenden Sonne hätte den Mannen in Kunststoff-Schwarz ein sattes Punktepolster zu den Abstiegsrängen verschafft. Außerdem wäre man an der Rakete (in der Tabelle nur einen Punkt vor den Komromisslosen) vorbeigeflogen. 

Anfangs sah es auch gut aus. Der Gegner fing in Unterzahl an, der Ball lag lieber bei den Kwakkenossen. Jens und Nigel im zentralen Mittelfeld, sowie David und Heiko auf den Außen, die so noch nie zusammengespielt hatten, fingen Angriffe ab und trieben das Spiel nach vorne, unterstützt von den Außenverteidigern Tobi und Rik. Leider konnten die Schwarzen nichts Zählbares herausholen. Zwar behielt KK auch noch ein leichtes Übergewicht, als der Gegner nach zehn Minuten seinen Kader komplettierte und KK durch Thorsten verstärkt wurde, doch Torchancen waren absolute Mangelware. Beide Abwehrreihen fingen jeden Versuch ab, den sich im Mittelfeld zeitweise bietenden Platz in Strafraumszenen umzumünzen. 

Überraschend. Denn die mit vier sehr offensiven Spielern dicht besetzte Raketenspitze provozierte eigentlich einen Schlagabtausch. Aber Kwakkenbos krankte an einem alten Problem: Die „Wahl der Waffen“ wurde dem Gegner überlassen. Statt die anfängliche Überlegenheit in Zweikämpfen und Stellungsspiel zu nutzen, um ein ruhiges, flaches Kombinationsspiel aufzuziehen (mit Rückpässen, einfachen Bällen und Seitenwechsel etc.), suchten die Aufbauspieler ihr Heil in hohen Pässen nach vorne…

…die allerdings selten ihre Abnehmer fanden. Gefährlich wurde es eigentlich nur, wenn sich das Spiel komplett in eine Hälfte verlagerte. Erwähnenswerteste Torszene der ersten Hälfte war dann auch ein Schuss von Verteidiger Tobi, der sich im Strafraum der Zehlendorfer einen zweiten Ball holte und aus ca. 12 Metern abzog. Leider parierte die Raketenkatze glänzend.

Ein weiterer Höhepunkt war das späte Erscheinen von Jochen, dessen für einen Lehrer erschreckende Leseschwäche ihn leider „Haarlemer Weg“ mit „Halemweg“ hatte übersetzen lassen. Haarlemer Weg und Halemweg sind nun aber räumlich so weit auseinander, wie die Meisterklasse es inhaltlich von der Kleistermasse ist. (das bringt mich auf einen Spruch, dessen Autor vielleicht Thorsten oder Sebastian gütigerweise nachreichen können: Trunkenheit und Trost fangen so ähnlich an und hören so verschieden auf.)
Sollte gar der Alkohol des gestrigen Abends seine Finger im Spiel…? 

Nun jedenfalls war Jochen nun – völlig bei Trost – als Auswechselspieler für die Innenverteidigung (Lasse und Matze) bereit. Und das war bei der drückenden Hitze viel wert.

Zurück zum Spiel: In der zweiten Halbzeit häuften sich etwas die Torszenen. Kopfball von Thorsten, Dribbling bis vors Tor von Jens. Doch auch als ein Zehlendorfer zehn Minuten vom Feld musste (Begründung des Linienrichters: Ausdruck!): kein Tor.
Auf der Gegenseite, wo der eingewechselte Marc erfolgreich gegen die blendende Sonne bestand, ergaben sich nun auch Chancen. Die Rakete nahm phasenweise das Heft in die Hand. In einer chaotischen Situation rutschte Jochen aus (der trockene Boden machte vielen zu schaffen) und ermöglichte Jim Rakete so, zum 1:0 einzunetzen.

In den verbleibenden 20 Minuten, kam es noch zu einem Aufbäumen der Kwakkenossen (z.B. Nigels Kopfball nach einer Ecke). Letztlich sollte es aber an Kompromisslosigkeit fehlen. Die Rakete hatte in der zweiten Hälfte mehr Treibstoffreserven und das Glück auf ihrer Seite. Mit dieser 0:1-Niederlage bleibt KK tief im Abstiegskampf. Möge der Gedanke daran, dass Werder Bremen am Nachmittag Vizemeister wurde und nächste Saison wieder Tschämpiensliek spielen wird, uns bei den kommenden Herausforderungen beistehen. 

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Sääähr witzig, Herr Bräuer!

Ich möchte nur noch darauf hinweisen, dass ich nicht nur Haarlemer 
Weg und Halemweg verwachselt habe, sondern gar die Haarlemer STRASSE 
mit eben erwähntem Weg konfusionierte! Ich geb mich doch nicht mit so 
Kleinkramverwirrungen ab.

Jochen,
alias verwirrter Studienrat

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Hmmm Leinsamen....

Beinamen
Drei kamen (woher warum wohin? keiner weiß es)
Anmahnen (Abmahnen)
Eiswagen (saisonbedingt)
Absahnen (Ansahnen? igitte!)
Reizmagen
Bleibahnen (für die BALListiker unter uns)
Fußlahmen
Breidamen (die von milupa oder Alete)
Maifahnen (neben den Maibäumen besonders in Süddeutschland extrem beliebt,
capture the flag)

Vorwarnen und dann abfahren
ciao
Martin (na, wer wohl)

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Bestes Wortpaar (dank an Lasse, da hätt ich auch selber drauf kommen können)
wird allerdings:

Meisterklasse - Kleistermasse aus dem wunderbaren gemischten Doppel des
SZ-Magazins

(gut auch: alter Kahn - kalter Ahn sowie Niedermähen - Miedernähen)