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Viktoria
Punktelieferant - Kompromisslos Kwakkenbos 2:3 (1:3)
Bestellt und auch abgeholt (von Rik)
MOABIT – Keiner traute so recht seinen Augen, führte Kompromisslos Kwakkenbos doch das erste Mal in dieser Spielzeit gegen seinen Gegner.
Zumal es heute einer der schwereren Gattung zu sein schien. Victoria Punktelieferant machte letztlich seinem Namen alle Ehre und
lieferte drei Punkte an die Kompromisslosen ab, die nun drei Siege in Folge – neun Punkte – ihr Eigen nennen können. Und dies lief wie folgt:
Fabian Spuck nahm sich zu allererst ein Herz – oder besser: nahm einen gehörigen Anlauf und trat seine Ecke mit viel Schnitt in den
Strafraum. Ein Punktelieferant, nennen wir ihn Hermes, fixierte den Ball, holte aus und rammte einen Kubikmeter Luft in den Strafraum. Der
Ball hingegen dotzte eigensinnig ins lange Eck. Jubel. 0:1.
Gerade angereist, noch nicht erwischte Essensreste aus der Backe pulend, klingelte es vor den Augen der verspäteten Bosse erneut. Nein,
das Wort »Ausgleich«, so viel ist sicher, wird sich in diesem Spielbericht nicht wiederfinden. Es führte David gegen Goliath,
Deichmann gegen Prada, Schlecker gegen Kaisers, es führte Kwakkenbos gegen Victoria und das zwei zu null. Langer Ball von rechts, Felix,
Direktannahme von Paul, der Ball torkelt, er kann sich noch nicht so
recht entscheiden wohin, da, Thorsten, einmal, zweimal, dreimal. Diesmal kein Luftloch, nein, den Ball rammte Hermes oder einer seiner
Lieferantenkollegen. Nur flog er nicht nach vorne in die Freiheit. Das Netz langte zu und verschluckte ihn gierig.
Es spielt sich schön auf der Sonnenseite. Erstens war von dieser aber heute nicht viel zu sehen, es war Nass wie morgens auf’m Zeltplatz,
zweitens gelang Victoria der Anschlusstreffer. Toller Pass in die Tiefe, die Kwakkenbos-Abwehr dachte sich:
»Gegentor? Wir haben doch gar keins bestellt!?«
und musste doch den Empfang des Treffers abzeichnen und das Porto sogar selbst bezahlen.
Damit war zu rechnen. Damit war irgendwann zu rechnen. Jetzt bloß den Retour-Schein richtig ausfüllen und das Kleingedruckte lesen. Eine
Hundertprozentige durch Spuck kam mit »verzogen« zurück, doch damit ließ sich Iver nicht abspeisen. Freiraum geschaffen. Pass zu
Rik. Versandfertig verpackt zu Spuck. Das lange Eck sah vom 16er weiter weg aus, als es schlussendlich war und so stellte dieser den alten Abstand
frech und unfrankiert wieder her.
Halbzeit.
Nochmal ordentlich anfeuchten, bevor womöglich noch die Haare trocknen in Moabit an der Themse.
Der Druck im Ball, im Blut und im Abwehrzentrum der Kwakkenbosse erreichte in Hälfte Zwei schwindelerregende Höhen. So kam es dazu,
dass ein weiteres Mal ein Lieferant (UPS) den Ball im nun von Marc gehüteten Tor unterbrachte. Langer Ball, UPS steigt höher – um Himmels
Willen – nur noch zwei zu drei.
Briefträger haben bekanntlich Angst vor Hunden. Drum ließ Kwakkenbos fortan die Tür des Abwehr-Zwingers offen und Micha biss sich beherzt
zum Spieler des Tages durch die anrennenden Flügelstürmer. Den letzten Halt im Mittelfeld besorgte Spieler des Tages Nummer Zwei,
Iver. Er brachte auch gegen Ende die Ruhe ins Spiel, die auf weiten
Strecken in der Zweiten Hälfte gefehlt hatte.
Schmerzlicher Wegzoll zum Sieg war die erneut aufgebrochene Schulterverletzung Ulis, die ihn
auf's Neue ein paar Wochen außer Gefecht setzen wird.
Die Punktelieferanten, von der Statur her vergleichbar mit der Höhe des Post-Mindestlohns in Metern, mussten dennoch drei Punkte abliefern.
Bleibt zu hoffen, dass aus der Wundertüte Kwakkenbos weiterhin Punkte für das mollig warme Tabellenmittelfeld herausspringen, dass Ulis
Schulter schnellstmöglich heilt und dass das Porto auf Auswärtspunkte
immer so verdammt günstig bleibt.
Tore: 0:1 Spuck (20., direkter Eckball), 0:2 Thorsten (30., Strafraumgewühl), 1:2 FedEx (35.), 1:3 Spuck (40., Rik) 2:3 UPS (80.)
Spieler des Tages: Micha, Iver
Zuschauer: Nigel, Ciara, Lena
Youtube Link zu trashigen Spielszenen und Thorstens Tor zum 2:0:
www.youtube.com/watch?v=aWI9AkPerO0
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