Viktoria
Punktelieferant - Kompromisslos Kwakkenbos 4:2 (3:0)
(von Jochen)
Kwakkenbos beliefert Viktoria bei Actium
Aufstellung:
Tor: David
Abwehr: Lasse, Robert, Jochen, Tobi
Mittelfeld: Rik, Paul, Sebi, Britta, Joost
Sturm: Tim, Henning
Mann des Tages: Rik (ohne "c")
Torfolge: 10. Min. 1:0 Punk, 20. Min. 2:0 Tek, 30.Min. 3:0 Lau, 60. Min. 4:0 Er, 70. Min. 4:1 Rik, 85.Min. 4:2 Tim
In einer Seeschlacht unwesentlich weniger nass als jene Niederlage des Antonius und der Kleopatra bei Actium taten es die Kwakkenbosse jenem großen Liebespaar der Antike gleich. Schon froh bei Donner und Blitz, das Schiff mit zwölf Mann bestücken zu können, nachdem die Neuzugänge Henning und Joost am Vorabend in einer Moabiter Hafenbar unter Aufwendung von Strömen köstlichsten Rums schanghait werden konnten, begann man verhalten.
Das Pulver war nass, so dass auch der in den letzen acht Ligaspielen nur ein Mal besiegte Tabellenvierte eine Minutendekade brauchte, um aus 20 Metern im linken unteren Eck einzuschieben. Zuvor hatte allerdings Paul bereits dem gegnerischen Maat eine ins Steuerrad gefeuert, aber der konnte noch nach Backbord abtauchen. Doch auf die Führung folgten in 5-Minutenabständen die vorentscheidenden Angriffszüge. Der schnelle zentrale Konteradmiral Tek setzte sich in der Mitte durch und überwand den v. a. bei Eckbällen den nassen Ball sicher verwaltenden Torwart David aus spitzem Winkel. Das dritte Tor, Resultat eines Abspielfehlers in der Kwakkenbosabwehr, ließ den Untergang mit gebrochenen Masten aller schwarz-weissen Leichtmatrosen am Firmament aufleuchten. Doch Njörd, der Gott der Seefahrt und des Meeres, hatte ein Einsehen und ließ die zufriedenen Viktorianer in ihrer Siegesgewissheit einen Knoten zurückschalten.
Trotz des 4:0 schwangen die Kwakkenbosse den Säbel nun harmonischer. Es wurden kurzen Kugeln weitergeleitet und es schien so, als würde sich die gegenüber den vorangegangenen Ereignissen v. a. in der Mitte dezimierte Besatzung doppelt in die Segel legen. Ein Angriff über die rechte Aussenlinie wurde über fünf Stationen nach vorne getragen und der Pass von Tobi in die Mitte wurde von Rik dem Maat durch die Taue geschlenzt.
Es gab noch mehrere solch schöner Kombinationen zu sehen, so z.B. als Rik sich den Ball am Strafraum erkämpfte und auf den links nachrückenden Tim nur eine nautische Nanomeile zu weit vorlegte. Als eine Viertelstunde später Kaleu Tim den rechten Abwehrkadetten umkurvte und aus 17 Metern das 2:4 auflegte, war die Ladung längst in den Speichern.
Die Schlacht hatte dennoch mehr Sieger als Verlierer. Die Fairnesslieferanten entpuppten sich als ein ehrwürdiger Gegner, der vergessen machte, dass die beiden Schlichter, von der spanischen Armada abgestellt (Karavelle Siegmundshof), wohl ein paar Tortilla zu viel gegessen hatten und sich am Rande des Geschehens hielten und ganze zwei Male eingriffen. Da sie ihre Signaltrompeten in der Kombüse gelassen hatten, viel ihnen selbst das erschreckend schwer.
Alles in allem bleibt ein weniger dramatisches Ende als das von Actium zu konstatieren, welches im Gegenteil eher wieder Hoffnung für die kommenden Getümmel geben sollte.
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